• Slide 02
Immobilienboom in Deutschland

Der Immobilienboom

Für die Immobilienbranche ist auch das Jahr 2015 sehr positiv verlaufen. Dazu trägt auch die Wohnungsnot bei.
Das Handelsblatt berichtet in seiner Ausgabe vom 18. September: „Die Zeiten für die Immobilienbranche könnten besser nicht sein. Die Zinsen sind nahe dem historischen Tief. Und auch die jüngsten Konjunkturprognosen sorgen für Optimismus. ‘Fast alle Wirtschaftsforschungsinstitute sehen eine Fortsetzung des Aufschwungs im Jahr 2016, manche halten sogar ein noch stärkeres Wachstum im Jahr 2017 für wahrscheinlich‘, sagt Michael Voigtländer, Leiter Kompetenzfeld Finanz- und Immobilienmärkte beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln.

Für eine hohe Nachfrage ist auch in Zukunft gesorgt. Wegen der starken Zuwanderung wächst die Einwohnerzahl in Deutschland. Bis zu einer Million Flüchtlinge wird Deutschland laut Vizekanzler Sigmar Gabriel in diesem Jahr aufnehmen. Noch vor dem Winter brauchen sie zumindest Übergangsquartiere. Im kommenden Jahr, wenn aus Flüchtlingen anerkannte Asylbewerber geworden sind, werden sich die Zuwanderer Wohnungen suchen.

Niedrige Zinsen, gute Konjunktur und eine steigende Nachfrage sorgen für positive Stimmung in der Immobilienbranche. Das belegt der Immobilien-Index des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) und des Handelsblattes, der die Geschäftslage und die Erwartungen der Immobilienbranche widerspiegelt. Für die Studie werden jedes Quartal 130 Unternehmen aus der Immobilienbranche befragt. Investoren und Projektentwickler blicken optimistisch auf die nächsten zwölf Monate. Rund zwei Drittel gehen davon aus, dass die Immobilienpreise auch in diesem Zeitraum steigen. Im Bereich Wohnimmobilien stieg die Erwartung auf steigende Preise zum Vorquartal um mehr als elf Prozentpunkte. Jetzt rechnen 74 Prozent mit steigenden Preisen. Weitere 50 Prozent erwarten Mietsteigerungen […]

Das ist ein Trend, der auch private Käufer und Eigentümer von Wohnimmobilien erfreut. ‘Insbesondere in den deutschen Metropolen, allen voran Berlin, steigen die Kauf- und Mietpreise stabil, was auf eine gesunde Entwicklung der Wohnungsmärkte hinweist‘, sagt Jacopo Mingazzini, Vorstand der Accentro Real Estate, die Wohnungsbestände privatisiert.

Der deutsche Wohnimmobilienmarkt bleibt auch bei Investoren weltweit gefragt. ‘Deutschland ist mit seiner föderalen Struktur, der hohen Transparenz und einem hoch liquiden Wohnimmobilienmarkt weiterhin der internationalste Wohnimmobilienmarkt Europas‘, sagt Marcus Cieleback, Head of Research beim Bestandshalter und Dienstleister Patrizia. ‘Und das, obwohl in Deutschland – im Gegensatz zu beispielsweise Schweden, Spanien und den Niederlanden – die regulatorischen Entwicklungen im Zuge der Mietpreisbremse zugenommen haben.‘

Ein Ende des Trends zu Wohnimmobilien scheint nicht in Sicht. ‘Der Boom wird aufgrund der gegenwärtigen Zinsstruktur weiter anhalten‘, sagt Ulrich Jacke, Geschäftsführer beim Immobilien-Dienstleister Dr. Lübke & Kelber. Kurzfristig werde sich daran kaum etwas ändern. ‘Die Stabilität des sicheren Hafens Deutschland sorgt generell für enorme Kapitalzuflüsse – speziell in den Immobilienmarkt‘, sagt Jacke.“

Anna Wilhelms

Anna Wilhelms ist geprüfte Immobilienmaklerin mit dem Schwerpunkt Denkmalschutz und Expertin für exklusive Objekte.