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Leipzig

Die ehemalige Fabrikhalle des Kombinats Polygraph Leipzig

Ungefähr drei Kilometer entfernt vom Stadtkern liegt im Leipziger Osten das ehemalige Fabrikgelände des Kombinats Polygraph Leipzig. Von den Produktionsstätten ist nur noch ein einziges Gebäude übriggeblieben: Das Industriedenkmal in der Theodor-Neubauer-Straße 60. Seit über 20 Jahren steht das Gebäude nun leer und verfällt. Das Gelände bietet jedoch ideale Bedingungen für Wohnprojekte – die Dolphin Trust GmbH nahm als Investor daher im vergangenen Jahr die Sanierungsarbeiten auf.

Ein Gelände mit Geschichte

Das Fabrikgebäude im Leipziger Stadtteil Anger-Crottendorf hat 1873 der bekannte Industrielle Karl Krause erbauen lassen, als Teil seiner Maschinenfabrik für grafische Anlagen. Damit beginnt im Leipziger Osten die industrielle Ära, das Unternehmen wird zum größten und wichtigsten Arbeitgeber des Stadtteils. 1920 wird hier die Kopiermaschine erfunden.

In den folgenden Jahrzehnten erlebt das Unternehmen aber einige Niederschläge: Während des Zweiten Weltkrieges ist die Fabrik Ziel der Bombardierungen durch die Alliierten, 1948 wird der Betrieb schließlich durch die Armee der Sowjetunion enteignet und in Staatseigentum überführt. Fortan gehört sie zum Kombinat Polygraph Leipzig, ein Teil der Buchbindereimaschinenwerke der Messestadt.

Neuer Wohnraum: Ein 15 Millionen Euro-Projekt

Trotz allem sind die pittoreske Dachlandschaft und die Fahrstuhltürme gut erhalten, ebenso die Bausubstanz der Fassade, der Treppen und jedes der fünf Geschosse. Insgesamt liegen 7700 Quadratmeter Nutzfläche seit vielen Jahren brach. Das soll sich nun ändern.

Mehr als 100 Wohnungen entstehen in dem ehemaligen Fabrikgebäude an der Theodor-Neubauer-Straße 60. Insgesamt investiert Dolphin Trust 15 Millionen Euro in das Projekt, um neuen Wohnraum im Leipziger Osten zu schaffen. Auch Privatparkplätze sollen hier entstehen, damit zukünftige Anwohner nicht auf der Straße parken müssen. Zudem ist in einem nächsten Schritt geplant, auch das umliegende Gelände, das ebenfalls zum ehemaligen Kombinat Polygraph gehört, für Wohnbauprojekte zu nutzen: Hier sollen auf über 20.000 Quadratmetern Nutzfläche Stadtvillen mit Eigentumswohnungen entstehen. Aktuell wuchert dort noch wildes Grün.

Auf dem Fabrikgelände ist schon Leben eingekehrt

Das Industriedenkmal in der Theodor-Neubauer-Straße 60 ist nicht das einzige Gebäude, das von Karl Krause geblieben ist. Seine 1906 erbaute „Villa Krause“, in der er mit seiner Familie selbst wohnte, wurde bereits vor einigen Jahren von einem brandenburgischen Ehepaar ersteigert und saniert. Darin befinden sich heute 14 Wohnungen und drei Gewerbeflächen. Gemeinsam mit der alten Fabrikhalle und den weiteren, in Planung befindlichen, Gebäuden entsteht in Anger-Crottendorf ein neues Wohnviertel, das nicht weit entfernt von der Innenstadt zum Verweilen einlädt.

Die Dolphin Trust GmbH investiert in schützenswerte Gebäude und Denkmäler und möchte damit einen Beitrag zu ihrer Erhaltung leisten.

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Anna Wilhelms

Anna Wilhelms ist geprüfte Immobilienmaklerin mit dem Schwerpunkt Denkmalschutz und Expertin für exklusive Objekte.

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