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Renaissance

Die Renaissance erstreckte sich über den Zeitraum zwischen dem frühen 15. Jahrhundert und dem späten 16. Jahrhundert. Das aus dem Französischen entlehnte Wort Renaissance bedeutet Wiedergeburt. Da man sich in der Zeit der Renaissance auf die kulturellen Leistungen der Römischen Antike zurückbesann, bezeichnet man sie auch als die Wiedergeburt der Antike.

Diese Rückbesinnung schlägt sich auch in der Architektur und der klassischen Strenge der Formensprache wieder. Schon die Grundrisse der Gebäude orientieren sich an einfachen geometrischen Figuren wie dem Kreis oder dem Quadrat. Viele Bauelemente wie Säulen, Kapitelle und Giebel wurden direkt aus der Antike entlehnt. Bei der Errichtung von Gebäuden war man darauf bedacht, möglichst überschaubar und harmonisch zu bauen, sodass alle Gebäudeteile unter sich, aber auch in der Gesamtheit aller Elemente stimmig sind. Daher bestimmen, anders als in der Gotik, Symmetrie und Proportion die Bauweise der Renaissance. Man orientierte sich stark an geometrischen Formen und folgte diesen in der Anordnung von Säulen und Pilastern, Bögen, Kuppeln und Nischen.

Genau wie der Grundriss, gestaltet sich die Fassade eines Gebäudes der Renaissance symmetrisch. Die Symmetrie richtet sich an der vertikalen Achse aus. Sämtliche Elemente der Gestaltung, welche auch Ziergiebel, Bögen oder Pilaster umfasst, sollen den Blick auf das Zentrum der Fassade lenken. Wohnhäuser dieser Epoche können an ihren weit auskragenden Dachgesimsen erkannt werden. An den größeren Wohnhäusern reicher Bürger, brachte man eine steinerne Sitzbank rund um das Haus an, auf der Bittsteller Platz nehmen und auf eine Audienz bei den Hausherren warten konnten. Mittig in der Fassade findet sich das Eingangsportal mit darüber liegendem Wandschmuck. Auch Balkone finden sich gelegentlich über dem Eingangsportal. Bei mehrstöckigen Gebäuden weisen die einzelnen Etagen verschiedene Gestaltungen der Außenwände auf. Im Erdgeschoss sind die Wände in der Regel grob verputzt und sollen an raues Gestein erinnern. Das darüber liegende Geschoss weist eine feinere Verputzung auf und das oberste Geschoss ist meist am wenigsten gestaltet, da es nur den Bediensteten des Hauses zur Verfügung stand und daher keiner aufwendigen Gestaltung bedurfte.

Die im Bau verwendeten Säulen und Pilaster waren nicht nur selbst oft reich verziert, die dienten teilweise auch rein zur Zierde und trugen keine echten Lasten. In Teilen erfolgte ihr Einsatz bloß zu dem Zweck, andere Zierteile zu tragen. In Zusammenhang mit Öffnungen in der Außenfassade, also beispielsweise als Fenster, trugen sie die für die Renaissance typischen Rundbögen, welche den Fensterabschluss bildeten. Die Gestaltung der Fenster variierte am selben Gebäude teilweise über die einzelnen Etagen hinweg.

Die in der Gotik häufig verwendeten Rippengewölbe sind in Gebäuden der Renaissance selten zu finden. Die Gewölbe wurden ohne die Rippen gebaut und basieren auf Quadraten. Auch Kuppeln gehören vermehrt zu den mit Vorliebe verwendeten Bauelementen. Sie wurden im Mittelalter selten gebaut, da ein Rippengewölbe leichter zu erbauen war. Dennoch legte man großen Wert darauf, imposante Gebäude zu entwerfen und nutzte das aufwändige Gestaltungselement daher wesentlich häufiger.

Während es in vorhergehenden Epochen üblich war, die Dachkonstruktion sichtbar zu lassen, wurden in der Renaissance abgeflachte Decken eingeführt, die mit kunstvollen Gemälden und Fresken verziert wurden. Die Türen erhielten zu der Zeit bereits waagrechte Türstürze. Ihre optische Form wurde jedoch durch Ziergiebel in dreieckiger oder halbrunder Form künstlich verändert. Durchgänge ohne Türen wurden, ähnlich den Fenstern, durch Bögen mit dekorativen Abschlüssen gestaltet.

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Georg von Thelen

Georg von Thelen ist studierter Historiker, der durch seine Arbeit beim Amt für Denkmalschutz der Stadt Köln die Begeisterung für dieses Thema fand.

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