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Moderne/Postmoderne

Es gibt verschiedene Meinungen darüber, ob die Nachkriegszeit, in der die Trümmer der Bombenangriffe beseitigt und neuer Wohnraum geschaffen werden musste, in dieselbe Epoche gezählt werden sollte, wie die heutige Gegenwart. Man strebte in der Moderne die Vereinheitlichung des Stadtbildes an und setzte daher den kubusartigen Bau des neuen Bauens in extrem funktional ausgerichtete Bauten um. Diese Bauten der Nachkriegszeit wurden später häufig in neue Stile und Gebäude miteinbezogen und eingearbeitet.

Mit der Postmoderne und ihrem Fortschritt setzte man schließlich wieder vermehrt auf Vielfalt, welche man den homogenen Funktionalbauten der Vergangenheit entgegensetzte. Der Beruf des Architekten hat sich seither wieder stärker zu einem künstlerischen Beruf  entwickelt.

Neues Bauen

Das Neue Bauen beschreibt die Zeit vor dem ersten Weltkrieg bis in die Zeit der Weimarer Republik. Sie umfasst daher in etwa die Jahre zwischen 1910 und 1930. Man versuchte eine neue Form des Bauens zu entwickeln, indem man neue Werkstoffe einsetzte und die Innenausstattung sehr sachlich und schlicht hielt. Dabei wollte man erreichen, dass die Bauten viel Platz für Sonne, Licht und Luft ließen, um ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Sie sollten in Kontrast zu beengten Räumen wie z.B. dunklen Hinterhöfen stehen.

Die dabei zum Einsatz kommenden Materialien waren vor allem Stahl, Beton, Backstein und Glas. Der Stil orientierte sich an den ökonomischen Grundprinzipien: der sozialen, konstruktiven und stilistischen Ökonomie.
  • Soziale Ökonomie: man verzichtete bewusst auf Dekorationen, da diese angesichts der Wohnungsnot und dem daraus resultierenden Massenwohnungsbau eine Verschwendung darstellten. Man sah sich zu Einfachheit gezwungen, wollte dabei aber nicht völlig auf ästhetischen Anspruch verzichten.

  • Konstruktive Ökonomie: durch die Entwicklung neuer Möglichkeiten der Lastenverteilung auf einzelne tragende Teile nahm der konstruktive Aufwand ab, während die Gestaltungsmöglichkeiten gleichzeitig zunahmen.

  • Stilistische Ökonomie: man betrachtete es als Ziel, durch die Formensprache Allgemeingültigkeit und Objektivität zu erreichen. Dabei folgte man dem Gedanken an das Gesamtkunstwerk und ging bei einigen Bauprojekten sogar so weit, die Gebäude bis hin zu einem bezugsfertigen Status auszugestalten.

Die Architektur hatte einen sehr funktionalen Charakter und rückte den ästhetischen Gedanken daher stark in den Hintergrund. Die Form sollte dementsprechend theoretisch der Funktion des Objektes folgen. Aus diesem Gedanken heraus erfolgte eine schwerpunktmäßig kubische Gestaltung, welche das Flachdach als typisches Erkennungsmerkmal hervorbrachte.

Jugendstil

Die Epoche des Jugendstils bewegt sich um die Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert herum. Sie stellt eine Gegenbewegung zum vergangenheitsorientierten Historismus dar und versucht gleichzeitig der als seelenlos verstandenen Industrialisierung entgegenzutreten. In dieser Stilrichtung finden neue Materialien wie Beton und Eisen Anwendung.

Eine entscheidende Veränderung zu vorhergehenden Epochen ist die Abwendung von strenger Symmetrie. Geschwungene Linien und großflächige Ornamente im floralen Stil bestimmen die optische Gestaltung. Man vertrat die Meinung, dass die Funktion eines Gebäudes stärker in den Vordergrund gerückt werden sollte, als seine äußere Gestaltung. Daher orientierte letztere sich zunehmend an den funktional durchdachten Grundrissen und nicht anders herum, wie es in der Renaissance oder dem Klassizismus üblich war.

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