• Slide 02
Error: Only up to 6 widgets are supported in this layout. If you need more add your own layout.
Erbe Immo Anleger

Denkmalgeschütztes Erbe abreißen? Nur unter bestimmten Voraussetzungen

Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, sind oft sehr schön – sie sind Zeugnis vergangener Jahrzehnte und Epochen. Ihr oft hohes Alter birgt aber auch bestimmte Tücken: Die Bausubstanz ist marode und muss dringend erneuert werden. Energetisch sind die alten Häuser lange nicht auf dem neuesten Stand. Zusätzlich ist das Dach vielleicht undicht. Solche oder ähnliche Situationen können auf Erben eines denkmalgeschützten Gebäudes zukommen – eine Sanierung kann schnell sehr kostspielig werden, manchmal sogar teurer als der Bau eines neuen Hauses. Grundsätzlich gilt aber in allen Bundesländern: Wer ein denkmalgeschütztes Gebäude besitzt, egal ob durch Kauf oder durch eine Erbschaft, ist zu seiner Instandhaltung verpflichtet. Der Bestandsschutz bezieht sich dabei auf denjenigen Bauzustand, zu dem das Gebäude in die Denkmalschutz-Liste aufgenommen wurde.

Veränderungen müssen genehmigt werden

Denkmalschutz ist Ländersache – deshalb gibt es in jedem Bundesland ein eigenes Denkmalschutzgesetz. Dieses schreibt vor, welche Auflagen bei Umbau oder Sanierung einer denkmalgeschützten Immobilie beachtet werden müssen. Wer also im Rahmen einer Erbschaft wesentliche Veränderungen an einem denkmalgeschützten Gebäude vornehmen möchte, muss jegliche Maßnahmen genehmigen lassen. Darunter fallen beispielsweise Veränderungen der tragenden Konstruktionen, Nutzungsänderungen oder auch die Veränderung des Erscheinungsbildes der Immobilie.

Anders herum entscheidet das Denkmalschutzgesetz eines Landes aber auch über Möglichkeiten der Förderung. Der denkmalschutzrelevante Anteil an den Sanierungskosten kann sogar über eine Dauer von zwölf Jahren von der Steuer abgesetzt werden. Entsprechende Informationen kann man beim jeweiligen Amt für Denkmalschutz oder bei der Dolphin Trust GmbH einholen. Es ist ebenso möglich, aus denkmalgeschützten Immobilien eine gute Kapitalanlage zu machen. Derzeit sind Darlehen günstig, Mieteinnahmen dagegen können bei sanierten Denkmalschutzgebäuden hoch ausfallen.

Was, wenn die Kosten der Instandhaltung die Einnahmen übersteigen?

Wie oben bereits angeklungen ist, können die Kosten der Sanierung einer unter Denkmalschutz stehenden Immobilie leicht in die Höhe schießen. Wenn man ein solches Gebäude erbt, kann man in unangenehme Situationen geraten. Vor allem dann, wenn ein Haus von Grund auf sanierungsbedürftig ist.

In der Regel ist der Abriss eines unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes nicht erlaubt. 2006 entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz jedoch, dass der Abbruch eines denkmalgeschützten Hauses zulässig ist, wenn sich die Sanierungskosten mit den möglichen Einnahmen nicht erwirtschaften lassen. Der Erhalt eines Baudenkmals sei unzumutbar, wenn der Besitzer vom Gebäude keinen vernünftigen Gebrauch machen könne. Der Begriff „Eigentum“ sei dann nicht angemessen, so die Begründung des Gerichts.

 
Denkmalgeschützte Immobilien als Kapitalanlage

Denkmalgeschützte Immobilien als Kapitalanlage

Denkmalgeschützte Häuser können in mehrfacher Hinsicht attraktiv sein. Ein historisch wertvolles Gebäude strahlt ein besonderes Flair aus, das Neubauten oft vermissen lassen. Als Kapitalanlage können Gebäude unter Denkmalschutz interessant sein, wenn die Rahmenbedingungen einer solchen Investition beachtet werden.
Error: Only up to 6 widgets are supported in this layout. If you need more add your own layout.