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Kirchen

Kirchen werden von christlichen Gläubigen als Ort der Zusammenkunft im Gottesdienst und des Gebetes genutzt. Sie fallen begrifflich unter die sogenannten Sakralbauten. Bei diesen handelt es sich um sämtliche Arten von religiösen Bauwerken, unabhängig von der einzelnen Religion. Ein Tempel oder eine Moschee sind also auch Sakralbauten.

Da die christliche Religion eine lange und beständige Geschichte hat, sind auch Kirchenbauten ein wichtiger Teil der architektonischen Geschichte. Letztere kann an den teilweise sehr alten Sakralbauten gut betrachtet und nachvollzogen werden, da diese einen festen Platz im Alltag vieler Menschen einnehmen, über Jahrhunderte hinweg erbaut und erhalten wurden und somit ein wichtiges Kulturgut darstellen. Aus diesem Grund handelt es sich bei Kirchen häufig um Baudenkmäler. Ob das betreffende Gebäude alt ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Wenn es aufgrund seiner Geschichte oder seiner Architektur eine Rolle in Hinsicht auf die menschliche Geschichte und Entwicklung spielt, handelt es sich um ein Kulturgut und kann daher unter Denkmalschutz gestellt werden.

Zu den bekanntesten Denkmälern gehören unter den Sakralbauten sicher:

  • der Aachener Dom (Nordrhein-Westfalen)

  • das Augustinerkloster in Erfurt (Thüringen)

  • oder der Dom zu Speyer (Rheinland-Pfalz).

Aber auch viele kleine Dorfkirchen stehen unter Denkmalschutz, so zum Beispiel die Dorfkirchen von:

  • Dambeck (Salzwedel, Sachsen-Anhalt),

  • Zehlendorf (Berlin),

  • oder St. Gregorius (Alkersleben, Thüringen).

Wohnhäuser

Auch Wohnhäuser können geschichtlich und kulturell eine wichtige Rolle spielen und daher unter Denkmalschutz gestellt werden. Abhängig davon, warum ein Gebäude unter Denkmalschutz gestellt wird, kann der Denkmalschutz eine Sanierung des Objektes einschränken. Denn die Bedingungen für bauliche Veränderungen werden nach den Regeln der zuständigen Denkmalschutzbehörde festgelegt.

Wenn ein Gebäude aufgrund seiner Geschichte unter Denkmalschutz steht, weil beispielsweise eine geschichtlich und kulturell relevante Persönlichkeit darin gelebt und gewirkt hat, können bauliche Veränderungen in der Raumaufteilung problematisch werden. Wenn jedoch nur die Fassade denkmalgeschützt ist, weil sie Zeuge einer architektonisch wichtigen Epoche, wie z.B. des Jugendstils ist, sind die Einschränkungen der baulichen Veränderungen nur auf die Außenfassade beschränkt.

Doch nicht nur alte Villen werden zu Denkmälern ernannt. Auch Landsitze, Pfarrhäuser, Bauernhäuser und teilweise ganze Siedlungen (siehe dazu auch: Ensembledenkmäler) können unter Denkmalschutz gestellt werden.

Interessante Beispiele für denkmalgeschützte Wohnhäuser sind unter anderem:

  • das Eulenspiegelhaus in Osterwieck (Sachsen-Anhalt),

  • das Hermann-Bonnus-Geburtshaus in Quakenbrück (Niedersachsen),

  • oder Cranachhof Markt 4 in Lutherstadt Wittenberg (Sachsen-Anhalt).

Schlösser und Burgen

Schlösser und Burgen sind die Wohnhäuser der Adeligen und der Herrscher längst vergangener Zeiten. Diese Tatsache berechtigt sie meist schon, unter Denkmalschutz gestellt zu werden. Denn sie waren das Zuhause historisch wichtiger Persönlichkeiten, welche von ihren Herrschaftshäusern aus regierten, dort wichtige und manchmal kriegsentscheidende Entscheidungen trafen, oder zum Ausgangspunkt wichtiger gesellschaftlicher Veränderungen wurden. All diese Ereignisse und zusätzlich die einzigartigen Architekturen dieser Gebäude, sind der Grund dafür, dass sie wichtige Kulturgüter darstellen und in vielen Fällen zum Wahrzeichen einer Stadt werden.

Eines der berühmtesten Schlösser Deutschlands ist wohl das Schloss Neuschwanstein in Bayern. Aber auch viele andere Burgen und Schlösser, wie die Wartburg in Eisenach (Thüringen), oder Schloss Hartenfels in Torgau (Sachsen) haben einen hohen Bekanntheitsgrad.