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Huy Immo Anleger

Burg Schlanstedt in Huy

Westlich von Magdeburg, im Harzvorland, liegt Burg Schlanstedt im kleinen Örtchen Huy. Die Anlage hat bereits eine lange Geschichte hinter sich, die heute noch fortgeschrieben werden soll. Seit die Burg im Jahre 2001 von der Familie Blume-Brümmer erworben wurde, verfolgt Burgherrin Angela Brümmer ein klares Ziel: Sie möchte die Burg zu einem attraktiven Reiseziel in der Region machen und sie der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Dazu muss das Denkmal umfassend saniert werden.

Von Ungarn und Tempelrittern

Wie um viele Burgen und Schlösser, ranken sich auch um Burg Schlanstedt gleich mehrere Sagen. So soll der Legende nach der ursprüngliche Name der Burg „Schlammstedt“ gewesen sein – zurückzuführen auf die Niederlage der Ungarn gegen König Heinrich I. Dieser soll seine Feinde gemeinsam mit seinem Vertrauten Graf Stefan von Regenstein in das Sumpfgebiet im Großen Bruch –  wortwörtlich also in den Schlamm –  geführt haben. Ritter von Regenstein soll bei diesem Kampf 933 ums Leben gekommen sein. Seine dann verwitwete Frau Theuthelinde ließ zum Andenken an ihn eine kleine Kapelle errichten. Sie war das erste Gebäude der späteren Burg Schlanstedt, deren Erbauer ihr Sohn gewesen sein soll. Ältester Bauteil der Burg selbst ist der romanische Bergfried, der heute noch in die Mitte des südlichen Gebäudetrakts integriert ist.

Einer anderen Sage nach wurden auf der Burg im Jahr 1311 zwölf Tempelritter durch die Grafen von Regenstein ermordet.

Umbauten und Besitzerwechsel

Die erste schriftliche Nennung der Burg Schlanstedt lässt sich auf das Jahr 1052 datieren. Die Festung diente damals dem sicheren Übergang der Handelsstraße zwischen Halberstadt und Helmstedt über das Große Bruch. Im Laufe der Zeit erfolgten mehrere Umbauten und Besitzerwechsel, wobei die Burg in ihrer heutigen Gestalt aus dem Jahre 1616/17 entstammt. Dies zeigen die Renaissanceformen, die immer noch deutlich erkennbar sind. Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) wurde die Burg dem Kurfürsten von Brandenburg und später dem Preußischen Königreich überschrieben. Fast zweihundert Jahre später pachtet die Familie Rimpau das Denkmal – Wilhelm Rimpau gilt als Begründer der Deutschen Pflanzenzucht. Auf Burg Schlanstedt gelangen ihm einige wichtige Durchbrüche in der Saatzucht.

Die Zukunftspläne der Burgherrin

Nach einer langen und ereignisreichen Historie ist der geschlossene Vierflügelbau, der in den Obergeschossen teilweise aus Fachwerk besteht, heute gefährdet. Überall sind Risse im Mauerwerk, Teile der Decken sind einsturzgefährdet. Burgherrin Angela Brümmer stellte bereits 2012 ausgewählten Vertretern aus der Politik ihr Konzept zur Förderung des Tourismus in der Region und insbesondere auf Burg Schlanstedt vor. „Die Geschichte soll wieder erlebbar gemacht werden“, so Brümmer. Dazu benötigt sie Fördergelder, um den Erhalt der Burg gewährleisten zu können. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat Burg Schlanstedt in die Liste der zu fördernden Denkmalprojekte 2018 aufgenommen. Das große persönliche Engagement der Burgbesitzerin und die Initiative verschiedener Förderinstitutionen lassen hoffen, dass Burg Schlanstedt bald vollständig saniert werden kann. Sie soll zukünftig als Hotel, Museum und Gaststätte zur Verfügung stehen.

  Die Dolphin Trust GmbH macht auf Denkmalschutzprojekte aufmerksam, um ihren Erhalt zu fördern.

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Anna Wilhelms

Anna Wilhelms ist geprüfte Immobilienmaklerin mit dem Schwerpunkt Denkmalschutz und Expertin für exklusive Objekte.

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